Vereinsfahrt Wandlitzsee 2026

Vereinsfahrt Wandlitzsee 2026 in Brandenburg

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand aus dem Gebiet zwischen Elbe sowie Oder und Neiße erstmals das Land Brandenburg. 1952 wurde es im Zuge der DDR-Verwaltungsreform auf verschiedene Bezirke aufgeteilt, bevor es mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 als Bundesland neu gegründet wurde.

Unsere Unterbringung war in der Jugendherberge Wandlitz. Ein moderner Gebäudekomplex mit herrlichem Blick auf den Wandlitzsee. Besonders die langgezogene Veranda direkt am Ufer lud dazu ein, die Natur zu genießen, zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Die ideale Lage am Wasser machte die Jugendherberge zu einem perfekten Ausgangspunkt für unsere gemeinsamen Aktivitäten und bot zugleich beste Möglichkeiten zur Erholung nach einem erlebnisreichen Tag.

Die Wanderung am Donnerstag führte uns zunächst in die ehemalige Waldsiedlung, die ab 1958 als abgeschirmter Wohnort für Mitglieder und Kandidaten des Politbüros der SED errichtet wurde. Anschließend führte uns der Weg zum Bogenseeareal. Hier befindet sich der ehemalige Landsitz „Waldhof“, der für Joseph Goebbels errichtet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die FDJ das Gelände für ihre Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“. Die Gebäude und das Areal stehen heute unter Denkmalschutz und erinnern an verschiedene Kapitel deutscher Geschichte.

Während ein Teil der Gruppe die historischen Orte erkundete, zog es andere an den Werbellinsee zum Tauchen. Der See ist für sein klares Wasser und seine interessante Unterwasserwelt bekannt. In den flacheren Bereichen findet man die meisten Fische zwischen den wenigen Wasserpflanzen. Besonders spannend sind die Überreste mehrerer hölzerner Lastkähne auf dem Seegrund. Sie wurden im 18. Jahrhundert zum Transport von Baumaterial eingesetzt und liegen seit vielen Jahrzehnten im Wasser. Die etwa 30 Meter langen Überreste bieten einen faszinierenden Einblick in die Geschichte des Sees.

Am Freitag zog es uns in den Liepnitzsee und die abwechslungsreichen Unterwasserlandschaften machen ihn zu einem der attraktivsten Tauchgewässer der Region. Besonders beeindruckend sind die versunkenen Baumstrukturen sowie die Umgebung der Insel Großer Werder. Auch die Unterwasserwelt zeigte sich abwechslungsreich: Hechte zwischen den Krautfeldern, Schwarmfische im Flachwasser, Aale, Maränen und gelegentlich sogar Krebse sorgten für spannende Begegnungen. Vor allem Unterwasserfotografen kamen hier voll auf ihre Kosten.

Am Samstag ging es zur Tauchbasis Ruhlesee bei Ruhlsdorf/Marienwerder. Der ehemalige Kies- und Tagebausee mit einer maximalen Tiefe von etwa fünf bis sechs Metern bietet ideale Bedingungen für Ausbildung und entspannte Erkundungstauchgänge. Durch die geringe Tiefe gelangt viel Licht bis auf den Grund, wodurch eine außergewöhnlich dichte Unterwasservegetation entstanden ist. Große Algenwiesen, Armleuchteralgen, Tausendblatt, Laichkraut und bewachsene Sandflächen verleihen dem See im Sommer beinahe ein tropisches Erscheinungsbild. Die Sichtweiten lagen während unseres Aufenthalts bei 2 bis 3 Metern und ermöglichten gute Bedingungen für Beobachtungen und Fotografie. Auch die Tierwelt zeigte sich vielfältig. Neben Hechten, Barschen, Schleien und Aalen begegneten uns vor allem die für den Ruhlesee bekannten großen Karpfen, die sich oft erstaunlich gelassen gegenüber Tauchern verhalten.

Herzlichen Dank an unseren Grillmeister Maik

Frank